Blepheroplastik
Okuloplastische Chirurgie
Blepheroplastik

Die Blepharoplastik ist eine kleinere Operation zur Lidkorrektur, bei der überflüssige Haut und Fettgewebe an Ober- und/oder Unterlidern entfernt werden.

Blepheroplastiken gehören weltweit zu den häufigsten Eingriffen in der ästhetischen Chirurgie. [2, 3]

Blepharoplastiken, sowohl des Ober- als auch Unterlids, werden aus kosmetischen sowie funktionellen Gründen vorgenommen und können daher als Grenzgebiet zwischen der chirurgischen Behandlung einer funktionellen Störung des Auges und der ästhetischen Dermatologie angesehen werden. [1]

Funktionelle Gründe liegen vor bei einem Schweregefühl der Lider, (passagere) Ptosis, Gesichtsfeldeinschränkungen oder chronische Entzündungen in der Umschlagfalte eines Lides. [1]

Zu den kosmetischen Indikationen zählen beispielsweise die klassischen „Tränensäcke“ (Festtoons) oder Malar Bags sowie Bindegewebsschwäche im Unterlidbereich.

Indikationsbeispiele für die Blepharoplastik

Foto oben links: Jüngere Patientin, familiäre Blephochalase; Foto oben rechts: ältere Patientin, Dermatochalase (Schlupflider), Foto unten: Fettprolaps medial; Bildnachweis: Prof. Dr. med. Karl Heinz Emmerich

Der operative Eingriff

Lidplastiken zählen zu den risikoarmen Eingriffen, dennoch können wie bei jeder Operation Komplikationen nicht ausgeschlossen werden. Vor dem Eingriff stehen ein umfassendes Beratungsgespräch sowie eine gründliche Voruntersuchung der Augen und des Gesichts. So ermittelt der plastische Chirurg für jeden Patienten individuell die richtige Methode und Technik der Lidstraffung und schließt Erkrankungen der Augen aus. [7]

Der chirurgische Eingriff erfolgt mittels CO2-Laser oder Skalpell. Der CO2-Laser gewährleistet in der Lidchirurgie ein präzises Vorgehen mit weniger Blutungen und ist dadurch mit nachhaltigen Operationserfolgen verbunden. Der Laser ermöglicht eine schichtweise Präparation des Gewebes und ist für Eingriffe wie z. B. die Beseitigung von Schlupflidern besonders geeignet. [6]

Die Lidplastik erfolgt in der Regel ambulant bei örtlicher Betäubung mittels Infiltrationsanästhesie. Der Injektionslösung, z. B. bestehend aus Lidocain oder Bupivacain, kann hier das Enzym Hyaluronidase zugesetzt werden. [1], [6] Die zusätzliche Gabe des Enzyms verringert die erforderliche Menge des Lokalanästhetikums und vergrößert die anästhesierte Fläche, was zu einer effektiveren Anästhesie und verringerten intra- und postoperativen Schmerzen führt. [4], [5]

Die Diffusion des Lokalanästhetikums hinter dem Septum orbitale wird verbessert, was zu einer erheblichen Schmerzreduktion und zu weniger Hämatomen führt. Je weniger Lokalanästhetikum verabreicht werden muss, desto kürzer dauern Schwellungen und Lymphödeme an. [6]                      


Referenzen:

[1] Emmerich, K-H., Ophthalmologische Nachrichten, 07.2016 Kasuistik

[2] Statista.com 2018 „Häufigste Schönheitsoperationen weltweit nach Art des Eingriffs im Jahr 2018

[3] DOG Weißbuch S.18 DRG Statistik S.20

[4] Wohlrab J et al. Dermatol Surg 2012;38:91–96. [6]

[5] Wohlrab J et al. Plast Reconstr Surg 2012;129:771e–772e

[6] Fratila A., Ästhetische Dermatologie 2, 2013 Case Report

[7] Patientenbroschüre „Augenlidstraffung“ DGPRÄC e.V., Stand 12.02.2019  https://www.dgpraec.de/wp-content/uploads/2019/02/190220_OnlinePDF_Lidstraffung.pdf

  • Motiv Gesicht: Bildagentur PantherMedia / puhhha