Riemser stärkt internationales Profil mit neuen Produkten in Kanada und Großbritannien

  • Riemser baut Angebot für Spezialpharmazeutika in therapeutischen Nischen aus
  • Zulassung von Triamcinolonhexacetonid in Kanada schließt regionale Versorgungslücke für Patienten mit juveniler Arthritis
  • Erwerb der Vertriebsrechte für Jylamvo in Großbritannien erleichtert die Behandlung von Arthritis und Psoriasis

Berlin, 22. Januar 2018 – Mit der Zulassung von Triamcinolonhexacetonid in Kanada und dem Erwerb der Vertriebsrechte an Jylamvo in Großbritannien setzt die Riemser Pharma GmbH (Riemser), ein europaweit tätiges Spezialpharmaunternehmen, ihre Internationalisierung fort. Die Zulassung des Wirkstoffs Triamcinolonhexacetonid in Kanada schloss Riemser in der kürzestmöglichen Zeit von nur einem Jahr ab und schließt damit eine Versorgungslücke für Patienten in Kanada, die an juveniler Arthritis leiden. Riemser vertreibt den Wirkstoff bereits in 17 Ländern in Europa, Asien und Südamerika unter verschiedenen Markennamen. In Deutschland ist das Medikament unter dem Namen Lederlon erhältlich. In Großbritannien hat das Unternehmen außerdem die Vertriebsrechte für Jylamvo auf dem englischen und irischen Markt erworben. Jylamvo erleichtert die Behandlung von rheumatoider Arthritis bei Kindern, aber auch Erwachsenen, da es in flüssiger Form eingenommen wird. Damit kommt es vielen Patienten entgegen, die die bislang übliche Darreichungsform des Wirkstoffs Methotrexat in Form von Tabletten oder Spritzen nicht tolerieren. Zudem ist es deutlich preisgünstiger als Injektionen. Mit beiden Meilensteinen schärft Riemser sein Profil als fokussierter Anbieter für Spezialpharmazeutika in therapeutischen Nischen der Humanmedizin.

Internationales Vertriebsnetzwerk als Schlüssel zur Schließung einer Versorgungslücke mit Triamcinolonhexacetonid bei jugendlichen Patienten in Kanada

Die Einführung von Triamcinolonhexacetonid in Kanada ist unter anderem dem etablierten internationalen Netzwerk von Riemser zu verdanken. In Kanada leiden rund 24.000 Patienten unter 18 Jahren an Formen von Arthritis, einer schmerzhaften chronischen entzündlichen Erkrankung der Gelenke, die zur Einschränkung der Beweglichkeit, irreversiblen Gelenkschädigungen und Wachstumsstörungen führen kann. Mit dem Wirkstoff Triamcinolonhexacetonid können die Symptome erheblich gelindert und sogar zeitweilige Remissionen erzielt werden. Nachdem der seinerzeit einzige kanadische Anbieter den Vertrieb dieses Wirkstoffs im Jahr 2014 eingestellt hatte, wandten sich Patienten- und Ärzteverbände an das Pharmaunternehmen Medexus, das wiederum auf Riemser zuging. In Folge wurde Medexus eines der kanadischen Partnerunternehmen im weltweiten Vertriebsnetzwerk von Riemser. Riemser vertreibt Triamcinolonhexacetonid bereits seit 2001 unter dem deutschen Handelsnamen Lederlon. Auf dieser Basis startete zunächst der Vertrieb des importierten Medikaments im Rahmen des kanadischen „Special Access Program“ (SAP). Ende 2016 nahmen Riemser und Medexus eine formale Partnerschaft auf und beantragten die Zulassung von Triamcinolonhexacetonid in Kanada. Diese konnte dank der Expertise von Riemser und Medexus in solchen Verfahren in der kürzestmöglichen Zeit von nur einem Jahr abgeschlossen werden. Damit kann Riemser die bei den jugendlichen Patienten in Kanada entstandene Versorgungslücke ab dem Frühjahr 2018 schließen. Die Zulassung von Triamcinolonhexacetonid in Kanada ist zudem ein wichtiger Schritt für Riemser zur Erschließung weiterer Märkte für dieses Medikament.

Schlucklösung Jylamvo als leicht einnehmbare und preiswerte Alternative zu Tabletten und Spritzen bei pädiatrischen Patienten

Jylamvo ist eine Lösung zur Einnahme des Wirkstoffs Methotrexat, der bei Kindern zur Behandlung verschiedener Formen von Arthritis und Psoriasis sowie in der pädiatrischen Onkologie bei Patienten mit Akuter Lymphatischer Leukämie (ALL) eingesetzt wird. Die Darreichung in flüssiger Form erleichtert besonders die Behandlung von Kindern, die die bisher übliche Verabreichung in Form von Tabletten oder Spritzen nicht tolerieren – aber auch von älteren Menschen, die z.B. unter Schluckstörungen leiden. Zudem weist Jylamvo einen großen Kostenvorteil gegenüber Spritzen auf: die wöchentlichen Kosten für die Behandlung mit Jylamvo belaufen sich auf ca. acht britische Pfund, während Injektionen mehrere hundert britische Pfund kosten können. Bislang werden im britischen Markt jährlich zwei Millionen Packungen Methotrexat-Tabletten und eine ebenfalls beträchtliche Anzahl von Injektionen verkauft. Aufgrund des Darreichungsvorteils gegenüber Tabletten und des Kostenvorteils gegenüber Spritzen geht Riemser davon aus, mit Jylamvo erhebliche Marktanteile in Großbritannien erlangen zu können. Da die erleichterte Darreichungsform des Medikaments die Einnahme-Compliance erhöht, gewähren die britischen Gesundheitsbehörden zudem höhere Erstattungsbeträge.

Spezialisierung und Flexibilität ermöglichen Versorgung therapeutischer Nischenmärkte

Aufgrund seiner spezialisierten Ausrichtung und seiner Unternehmensstruktur ist es Riemser auch in Nischenmärkten mit verhältnismäßig kleinen Patientenzahlen möglich, diese wirtschaftlich zu erschließen: Das Unternehmen hat eine klare Fokussierung auf definierte Therapiefelder in der Onkologie, Infektiologie und Neurologie mit weiteren Schwerpunkte im kardiovaskulären Bereich, in der Dermatologie, Rheumatologie und der Tuberkulosetherapie und unterhält außer im Bereich der Tuberkulosetherapie keine eigenen Produktionsstätten. Das verleiht Riemser die Flexibilität, auch Losgrößen zu vertreiben, die für breiter aufgestellte oder größere Pharmaunternehmen nicht attraktiv oder profitabel sind.

Konstantin von Alvensleben, CEO von Riemser, sagte: „Unsere Aufgabe als Pharmaunternehmen ist es, Leiden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. In den vergangenen Jahren haben wir erhebliche Anstrengungen und Mittel in die Ausrichtung von Riemser zu einem fokussierten und flexiblen Anbieter für Spezialpharmazeutika in therapeutischen Nischen und in unser internationales Vertriebsnetzwerk investiert. Die Zulassung von Triamcinolonhexacetonid in Kanada und der Erwerb der Vertriebsrechte für Jylamvo in Großbritannien passen perfekt in unsere Strategie, weil sie zum einen unser Produktportfolio in zweien unserer Kernindikationsbereiche – Rheumatologie und Onkologie – erweitern und zum anderen wichtige Schritte bei der weiteren Internationalisierung von Riemser darstellen. Unser etabliertes und belastbares internationales Netzwerk hat zur Erreichung dieser Erfolge erheblich beigetragen. Persönlich freue ich mich besonders darüber, dass beide Medikamente insbesondere Kindern und Jugendlichen zugutekommen.“
Über die Riemser Pharma GmbH

Die Riemser Pharma GmbH ging 1992 aus dem Friedrich-Löffler-Institut auf der Insel Riems (Greifswald) hervor. In den mehr als 25 Jahren seines Bestehens hat sich Riemser von einem Hersteller für Tierarzneimittel zu einem erfolgreichen Anbieter von Spezialpharmazeutika für therapeutische Nischen in der Humanmedizin gewandelt.

Riemser kauft, lizenziert, vermarktet und vertreibt pharmazeutische Produkte. Weltweit über 400 Zulassungen, davon allein 28 in den vergangenen drei Jahren, sind ein Beleg für die besondere Expertise von Riemser bei der Zulassung und Markterschließung für Pharmaprodukten.

Das Produktportfolio umfasst insbesondere verschreibungspflichtige Arzneimittel zur Behandlung schwerwiegender Krankheiten in den Therapiefeldern Onkologie, Infektiologie, Neurologie, im kardiovaskulären Bereich, in der Dermatologie, Rheumatologie, der Tuberkulosetherapie, zur Behandlung bei Adipositas oder primärer Hyperhidrose. Medizinprodukte und Nahrungsergänzungsmittel runden das Portfolio ab.

Das Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin hat drei  Standorte in Deutschland. In den Jahren 2014 und 2015 erwarb RIEMSER die Tochtergesellschaften Keocyt mit Sitz in Frankreich und Intrapharm mit Sitz in England und verfügt darüber hinaus über ein internationales Vertriebsnetzwerk. Riemser ist ein Portfoliounternehmen von Ardian, einer der weltweit führenden unabhängigen Investmentgesellschaften.

 

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